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Wildling trifft Peg and Awl

Was passiert, wenn zwei Gründerinnen aufeinandertreffen, die jede für sich mit ihren Produkten schon neue Wege gehen und deren Gemeinsamkeiten einen bereits vor dem ersten Gespräch quasi anspringen? Richtig: Da kann nur was Gutes bei rumkommen! Und genauso war das auch mit Wildling Gründerin Anna Yona und Margaux Kent, die gemeinsam mit ihrem Mann Walter die Marke Peg and Awl ins Leben gerufen hat. Im virtuellen Meeting plaudern die beiden Gründerinnen über ihre Marken, ihren Arbeitsalltag und über ihre Zusammenarbeit.

Verborgene Schätze

Margaux, erzähl doch mal… Was macht ihr bei Peg and Awl? Und wie kamt ihr auf die Idee, ein gemeinsames Unternehmen zu gründen?


Walter und ich haben schon immer gerne Dinge selber gemacht. Meine große Leidenschaft ist das Buchbinden, Walter liebt die Arbeit mit Holz. Anfangs haben wir viel auf Flohmärkten gestöbert und mit Walters rostigem Pick-up Altholz aus den Schutthaufen abgerissener Häuser gerettet. Aus unseren Fundstücken haben wir dann schöne und nützliche Gegenstände für unser Zuhause gefertigt.
Etwas über ein Jahr später kam unser erster Sohn, Søren, auf die Welt und Walter und ich haben in Island geheiratet.

Es sollte aber noch ein knappes Jahr vergehen, bis wir Peg and Awl gründeten. Ich war mit unserem zweiten Sohn, Silas, schwanger und Walter kam gerade aus einem Einsatz im Irak zurück. Nachdem wir unser Wiedersehen gefeiert hatten, ist Walter schnurstracks an die Werkbank im Keller gegangen und hat mir eine neue Buchablage für die Badewanne gebaut - ein lange gehegter Wunsch von mir. Daraus ist die Idee entstanden, nützliche Dinge nicht nur für uns herzustellen, sondern für alle.

 Wildling meets Peg and Awl

Draußen unterwegs, sooft es geht: Walter, Silas, Margaux und Søren (Foto: Peg and Awl)

Nachhaltig wachsen

In den letzten zehn Jahren hat sich Peg and Awl deutlich vergrößert. Was ist dadurch jetzt anders?

Wir haben unser Unternehmen zu zweit gestartet, mittlerweile sind wir ein 15-köpfiges Team, das alle Arbeiten von der Buchhaltung über das Produktdesign bis zu Fertigung und Vertrieb selbst erledigt. Wir sind immer noch klein, aber wesentlich effizienter geworden.

Außerdem haben wir wohl die lokalen Vorräte an alten Rohstoffen verbraucht. Anfangs haben wir antikes Leder, das früher zum Beispiel als Gewehrgurte verwendet wurde, für unsere Taschen recycelt und quasi mit Second-Hand-Holz gearbeitet. Ab einem gewissen Punkt mussten wir uns aber nach Alternativen umschauen. Ich war sogar kurz davor, alles hinzuschmeißen, weil ich keine Lust hatte, konventionelles Leder einzukaufen.

Zum Glück habe ich aber quasi um die Ecke eine Produzentin gefunden, die pflanzlich gegerbtes Bio-Leder anbietet - das kann ich persönlich vertreten und damit arbeiten wir jetzt. Die Suche nach Holz war da ein bisschen einfacher: Zehn Meilen südlich von Pennsylvania, wo wir leben und arbeiten, steht ein Sägewerk aus dem 17. Jahrhundert, das immer noch betrieben wird und seit zwei Jahrzehnten Harthölzer aus der Region verarbeitet.

Wildling Shoes meets Peg and Awl Ein Blick in die Werkstatt (Foto: Parikha Mehta für Peg and Awl)

Wildling x Peg and Awl

Die Rohstoffquellen haben sich ein wenig gewandelt, der rustikale Look der Peg and Awl Produkte ist aber erhalten geblieben und spiegelt sich auch im davon inspirierten Wildling Modell Greif und der dazu passenden Tasche Silva wieder. Wie kam es eigentlich dazu, Anna?

Ich verfolge Peg and Awl schon sehr, sehr lange. Margaux’ Newsletter ist eines von Wildling Best Practice Beispielen und auf dem Moodboard für unsere allererste Kollektion ist ein Bild von ihrer Tote Bag gepinnt. Ich habe auch zwei Taschen und einen Rucksack, weil ich das Design, diesen derben Look und die Materialien so toll finde. (An dieser Stelle können wir uns Anna vorstellen, wie sie begeistert eine schwarze Canvas Tasche in die Kamera hält.)

Der Ansatz, aus etwas Altem, was auf den ersten Blick vielleicht ausgedient hat, etwas Neues zu schaffen, was nicht nur schön ist, sondern einen auch im Alltag begleitet, ist bei mir sofort auf Resonanz gestoßen. Zu lernen, Dinge wieder wertzuschätzen, statt sie einfach wegzuwerfen, ist auch eine der Richtungen, die wir mit Wildling einschlagen wollen. Für mich war relativ schnell klar, dass ich unbedingt mit Margaux und ihrer Familie zusammenarbeiten und ein neues Produkt entwickeln möchte.


Wildling Minimalschuh Moodboard

Liebe auf den ersten Blick: Peg and Awl hatte bereits auf dem ersten Wildling Moodboard einen Platz.

Der erste Schritt

Die Tasche Silva habt ihr ja in Pennsylvania gefertigt. Was sagst du denn zum neuen Peg and Awl inspirierten Wildling, dem Greif? Und wie war die Kooperation für dich, Margaux?

Ich habe ihn leider noch nicht in der Hand gehabt, aber auf den Fotos sieht er toll aus! Ich kann es kaum abwarten, ihn endlich anzuziehen. Wir laufen hier sehr gerne und viel barfuß und tragen auch Barfußschuhe, aber ich hatte noch nie Wildlinge an und bin ganz gespannt.

Tatsächlich ist unsere Zusammenarbeit eine Art Mischung aus Kooperation und Auftragsarbeit geworden, weil wir uns leider nicht live und vor Ort abstimmen konnten. Wenn wir noch einmal etwas zusammen auf die Beine stellen, hoffe ich, dass wir uns persönlich treffen können. Dann würde ich total gerne nach Deutschland kommen, das Atelier besuchen und gemeinsam an Entwürfen feilen.


Was meinst du, Anna? Wird es eine Fortsetzung geben?

Ich würde mich sehr freuen, wenn diese beiden Produkte ein erster Schritt gewesen sind und den Grundstein für weitere gemeinsame Projekte gelegt haben. Ich weiß, dass ihr mit Peg and Awl ursprünglich Schuhe machen wolltet - vielleicht gibt es ja irgendwann einen Wildling, mit dem wir deinen perfekten Schuh realisieren.


Das klingt, als würde es weiterhin spannend bleiben. Wir freuen uns auf mehr von euch beiden und sind schon ganz aufgeregt, wohin die Reise geht, liebe Margaux und Anna!

 

 

Titelfoto: Parikha Mehta für Peg and Awl

 

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