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Wildlings Fuchswelpen - Wie alles begann

Dass bei Wildling der Fuchs los ist und dieser fleißig an neuen Schuhen werkelt, wissen wir ja bereits. Vor Kurzem hat er jedoch ganz unerwartet Zuwachs bekommen, der nun schon seit einigen Wochen den Fuchsbau unsicher macht: Vier verwaiste Welpen sind vorübergehend bei Wildling Gründerin Anna und ihrer Familie eingezogen und dürfen nun zusammen in einem extra für sie gebauten Gehege aufwachsen bis sie bereit für die Auswilderung sind.


Wie genau es dazu kam? Nun, das ist relativ einfach erklärt, denn Anna liebt Tiere. Schon immer. Als sie überlegte, wie sie sich im Rahmen ihres Unternehmens für sie einsetzen kann , war für sie klar: Wildling wird Wildtiere unterstützen - am besten Füchse. Und so ist sie auf Thorsten von frecherfuchs.de aufmerksam geworden, der verwaiste oder verletzte Füchse und andere Wildtiere rettet, aufpäppelt und anschließend wieder auswildert. Seitdem übernimmt Wildling dort jedes Jahr mehrere Fuchspatenschaften.


Im Rahmen seiner Wildtierrettung leistet Thorsten auch einiges an Aufklärungsarbeit, denn ihm ist es eine Herzensangelegenheit, dass Füchse als oft missverstandene Wildtiere auf keinen Fall in Gefangenschaft gehören. Deswegen zieht er die Fundtiere mit möglichst wenig Kontakt zum Menschen auf. Oberstes Ziel dabei ist es, sie wieder auszuwildern, sobald sie groß oder wieder fit genug sind. Außerdem geht er vor jeder Rettung sicher, dass die Welpen auch wirklich allein sind. Dafür beobachtet er auch schon mal über mehrere Tage einen Fuchsbau oder stellt eine Kamera auf, die eine eventuelle Rückkehr des Muttertieres aufzeichnet.

 

Foto: Frecher Fuchs

 

Leider sind aber auch Thorstens Kapazitäten begrenzt und er kann nicht jeden Fuchs bei sich aufnehmen. Deshalb startet er jedes Jahr einen Aufruf und mobilisiert Menschen, die Zeit, Lust und Platz haben, ein Gehege im Garten zu bauen und Welpen bei sich aufzuziehen.
Da Anna dieses Jahr aufgrund abgesagter Veranstaltungen etwas mehr Zeit hat und viel zu Hause ist, hat sie Thorsten dafür zugesagt und nur drei Tage später bekam sie einen Anruf: “Wir haben hier drei Welpen aus Lahr und ein Fuchsmädchen aus Köln. Können sie zu euch?”


Nun galt es, möglichst schnell ein Gehege für die verwaisten Füchse zu bauen und weil es dabei viel mehr zu beachten gibt, als man im ersten Moment annimmt, gibt es beim Frechen Fuchs eine genaue Anleitung, wie das Gehege aufgebaut sein sollte und welches Material sich eignet. Damit die Füchschen baldmöglichst bei den Yonas einziehen konnten, hat Anna Team Wildling mobilisiert und so wurde mit Gerhards und Christians Hilfe Ruckzuck ein großes, ausbruchsicheres Gehege mit Volierendraht gebaut. 


“Ich hätte das nie gedacht, aber Füchse sind wahnsinnig gute Kletterer und unglaublich geschickt darin, irgendwo auszubrechen.”


Dann war es soweit und die ersten drei Füchse konnten ihr neues, temporäres Zuhause beziehen. Heidi, das Fuchsmädchen aus Köln, kam etwas später dazu. Anfangs waren die Welpen sehr unruhig und brauchten eine Weile, um sich einzugewöhnen - kein Wunder bei so viel Aufregung und einer völlig neuen Umgebung. Mittlerweile spielen sie zusammen, machen - vorzugsweise nachts - Radau und verhalten sich, wie junge, wilde Füchse sich eben verhalten. Und natürlich sind sie unglaublich niedlich.

 

Foto: Frecher Fuchs

 

“Ich muss mich manchmal wirklich zusammenreißen, nicht mit ihnen zu reden”, verrät Anna, die die Welpen täglich füttert. Auf dem Speiseplan steht neben Obst, Katzenfutter und Fleischstücken auch mal ein totes Küken, damit sie lernen, Beutetiere zu zerlegen. “Im Moment spielen sie noch eher damit und vergraben sie irgendwo. Das ist dann ein Wiedersehen mit gemischten Gefühlen, wenn sie bei der Gehegereinigung wieder auftauchen.” 

Abgesehen von der Fütterung und der Säuberung des Geheges betritt Anna das Reich der Fuchswelpen nicht, da sie sich auf keinen Fall an sie gewöhnen dürfen. Auch das Sprechen mit ihnen ist nicht erlaubt, um Fehlprägungen auf den Menschen zu vermeiden und dadurch eine Auswilderung zu erschweren. Ganz schön schwierig bei so süßen, kleinen Bündeln. Zum Glück kann man das Gehege von mehreren Fenstern des Wohnhauses gut beobachten, ohne die Kleinen zu stören.


Bis zum Spätsommer werden die Füchse noch bei Anna und ihrer Familie bleiben, dann werden sie in ein größeres Auswilderungsgehege im Wald umziehen. Wenn sie an die neue Umgebung gewöhnt sind, wird eines Tages einfach die Tür geöffnet, damit sie selbstständig nach draußen laufen können. Das Gehege dient ihnen dann weiterhin als Zufluchtsort, an dem sie anfangs, sollten sie es einmal nicht geschafft haben, etwas zu jagen, auch immer noch Futter finden können. Und auch sonst kehren Füchse gerne wieder an den Ort zurück, an dem sie aufgewachsen sind. Sie bleiben also, auch wenn sie auf eigenen Beinen stehen, immer ein bisschen in Wildlings Nähe.

 

Foto: Frecher Fuchs

 

Wer mehr über Füchse, ihre Lebensweise und Thorstens Arbeit erfahren möchte, findet auf frecherfuchs.de jede Menge Informationen.

Damit die kleinen Wildling Welpen ihre Ruhe im neuen Gehege genießen können, waren Thorsten von Frecher Fuchs und Helga von der Tieroase Stefanshof so lieb, uns mit Fuchsfotos zu versorgen.


Run wild!

Anna, Ran, die Wildlinge und die Fuchswelpen

 

Titelfoto: Karin Trabitsch für die Tieroase Stefanshof

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