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Pauken, Trompeten und ein langer Weg

Huch! Im Wildling Teamchat knallen gerade ordentlich die Sektkorken-Emojis. Doch was ist passiert?

ER IST ABGEGEBEN! (Plopp!)

Wer, “er”?

Na, der Antrag für die Zertifizierung als B Corp! (Hurra!)

Antrag? B-was?

Jaja, das klingt erst mal höchst rätselhaft und eventuell auch ein bisschen langweilig. Ist es aber keineswegs. Wirklich nicht! (Plopp!)

Hm-

Am besten fangen wir ganz von Anfang an. Klären wir erstmal die wichtigste Frage: Wer oder was ist dies_r sagenhafte “B Corp” überhaupt?

Okaaaaay-

Kurz gesagt: Eine Zertifizierung aus den USA.
Und etwas genauer: Ein Zertifikat, für das bewertet wird, wie und wo ein Unternehmen steht und was es Gutes tut. Nicht für seinen eigenen Profit, sondern für alle, die mit dem Unternehmen zu tun haben und die es auf die ein oder andere Art beeinflusst: die Mitarbeiter:innen, die Kundschaft, die Partner:innen und Lieferant:innen und, ganz wichtig: die Umwelt.
Zusammengefasst: Das B Corp Zertifikat bestätigt, dass ein Unternehmen sein Bestes gibt, um Gutes zu tun.

Ok. Verstanden. Und wofür braucht man das jetzt unbedingt? Reicht doch, wenn man selbst weiß, dass man zu den Guten gehört-

Stimmt, irgendwie schon. Aber “zu den Guten gehören” das muss ja auch irgendwie definiert werden. Und das macht B Corp sehr umfassend. Wirklich alles wird durchleuchtet, jeder Bereich, jeder Interessenvertreter. Alles. Und das ist eine gute Gelegenheit, sich selbst noch mal in Frage zu stellen, nachzuprüfen, weiterzudenken.

Wildling Minimalschuhe B-Corp

Foto: _wildundwunderbar_

Gut. Verstanden. Noch mehr Gründe?

Klar! Ein ganz wichtiger: Viele Firmen, die der Fuchs bewundert und die ihm schon lange als Vorbilder in Sachen Nachhaltigkeit und Führung dienen, sind B Corp zertifiziert, zum Beispiel die großartige Outdoorfirma Patagonia. Dazu kommen Unternehmen, mit denen Wildling Shoes zusammenarbeitet (die bäumepflanzende Suchmaschine Ecosia & Rifó, eine italienische Firma, die kreislauffähige Mode herstellt). Und weil wir ein relativ großes Ziel haben (die Welt retten) und das zusammen besser zu schaffen ist als alleine, ist es uns wichtig, zu diesem Netzwerk zu gehören. Das ist dann fast wie bei der Justice League dabei zu sein. Oder beim A-Team. Naja, oder eben bei der Liga der B Corps Zertifizierten. (Trööööt!)

Ja, das mit dem A-Team ist ein Argument, das überzeugt mich. Aber wie ist das denn eigentlich mit “den Guten”, wer definiert das?

Gute Frage! Und da gehen die Definitionen tatsächlich etwas auseinander. So sind zum Beispiel auch Unterbereiche von Danone B Corp zertifiziert. Und die Firma ist ja leider nicht für ihre Nachhaltigkeit in den Schlagzeilen. Andererseits geht es eben auch darum: Dass Unternehmen sich verändern können und wollen. Genau wie Menschen. Und Füchse. Weil es eben die Menschen sind, die ein Unternehmen ausmachen. Und die Füchse. Ähm. Gut. Weiter.

Und was muss man nun tun, um das Zertifikat zu bekommen? Irgendwo vorbeigehen? Anrufen? Um Mitternacht unter der großen Uhr stehen?

Ne, so einfach ist das nicht. Der Prozess der Antragsstellung hat fast zwei Jahre gedauert (Plopp!) und zwischendurch waren wir mehrmals kurz davor, aufzugeben. Dass der Antrag nun fristgerecht eingereicht werden konnte, ist dem Anstoß durch das Team International und der Arbeit von People & Culture, dem Supply Chain Team und Team Positive Impact zu verdanken, die jede Gelegenheit genutzt haben, um an dem umfangreichen Antrag zu schmirgeln, feilen und polieren (und manchmal auch zu presslufthämmern). Und das verdient mindestens eine Konfettikanone, denn während andere Firmen für den Prozess ein eigenes Team haben, wurde der Wildling Antrag neben dem Tagesgeschäft der einzelnen Teams vorbereitet.

Na und?

Nichts “na und”! Die Antragserstellung war ein bisschen wie das Lösen des gordischen Knotens (ein sehr, sehr, sehr verknoteter Knoten) ohne Schwert. Es gab viele verschiedene Bereiche, die unterschiedliche Daten aus unterschiedlichen Teams erforderten. Die Fragen waren teilweise sehr US-spezifisch, manche Daten dafür dürfen nach deutschem Recht gar nicht erhoben werden. Hier wurde deutlich, dass die B Corp Zertifizierung für Europa noch in den Startlöchern steht. Hinzu kam, dass Wildling während dieser zwei Jahre immer weiter wuchs und so ständig neue Bewertungsparameter beachtet werden mussten. Teilweise musste dann wieder ganz von vorne begonnen werden. Das raubt natürlich Kraft und Kapazitäten.

Wildling Minimalschuh B Corp

Foto: _wildundwunderbar_


Ja, das klingt anstrengend! Und jetzt, was passiert jetzt? Dauerparty im Slack-Channel?

Nein, jetzt geht es weiter. (Ganz leises, schüchternes Sekt-Plöpp)

Wie? Ich dachte-

Neeee, das war erst der Anfang. Wir wollen natürlich noch besser werden, noch mehr verändern. B Corp misst das per Punktestand. Und da ist der Fuchs ehrgeizig (und ja, die Wildling Teams auch): Alle Themen und Bereiche sind verbesserbar, wir können immer noch weiter gehen auf dem Weg hin zu einem wirklich nachhaltigen und sozialen “guten” Unternehmen. Aber mit dem Gehen kennen wir uns ja zum Glück aus…

Klingt superschön und ein bisschen romantisch-

Ja, oder?

Aber, das war ja bisher nur ein Antrag, oder? Noch habt ihr das Zertifikat ja nicht-

Danke fürs Erinnern. Ne, stimmt. Das war ein wichtiger, großer Schritt. Und ein ziemlich aufregender. Aber geschafft ist es noch nicht: B Corp wird Rückfragen haben, es wird Interviews zu den einzelnen Bereichen geben und alle Angaben müssen dokumentiert werden-

Uff.

Ja, aber das ist für Wildling Shoes natürlich auch eine super Gelegenheit, sich selbst einmal gründlich zu durchleuchten und zu überprüfen. Bis zur Zertifizierung wird es wahrscheinlich noch Monate dauern, aber wichtig ist doch vor allem das: Anzufangen und Loszugehen. Wir sind auf dem Weg und das fühlt sich gut an!

Na dann, Run Wild, würd ich mal sagen!

Genau! Run Wild!

(Plopp, Plopp, Plopppppp!)

 

Titelfoto: Maria Herzog - die.wildnis.in.uns

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