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Jeden Adventssonntag stellen wir auf dem Blog einen unserer Werte vor. Diesen Sonntag den Wert: Ökologische Verantwortung übernehmen.

Wir alle lieben unsere Wildlinge und hegen und pflegen sie, damit sie uns so lange wie möglich durch den Alltag begleiten.
Doch was ist mit all den anderen Dingen, die uns täglich umgeben? Wenn sich am Lieblingsteddy plötzlich eine Naht löst oder die von Oma selbstgestrickten Socken langsam Löcher bekommen, müssen sie nicht zwangsläufig im Müll landen.

“Ökologische Verantwortung”, das klingt so schwer wie das alte Lexikon im Regal unserer Großeltern. 24 Bände. Kann man die alle auf einmal tragen? Wohl kaum. Den Inhalt auswendig lernen und sich merken? Unwahrscheinlich. Aber sich immer mal wieder einen Band raussuchen, darin stöbern, sich interessante Fakten merken, sich über Kurioses wundern, es anderen vorlesen ... das kann eine abendfüllende Beschäftigung sein. 

Was ist, wenn wir einmal einen der  24 Bände der Lexikonreihe “Ökologische Verantwortung” aus dem Regal nehmen und ihn genauer betrachten, etwas stöbern, schmunzeln und uns vom Inhalt inspirieren lassen? Diesmal haben wir im Team Wildling den Band “Aus alt mach neu” aus dem Regal gezogen. 

Als wir nach Beispielen fragten, für ein Wiederverwenden von Altem, für ein Erneuern und Aufhübschen von Gebrauchtem, da kam viel mehr zusammen, als nur eine Sammlung von Anleitungen, wie man aus Eisstielen Weihnachtssterne bastelt. Es kam ein toller Mix aus Ideen, Anekdoten, Erinnerungen und Geschichten zusammen. Nicht alle sind dafür gemacht, mit der ganzen Welt geteilt zu werden, aber ein paar Ideen und Erinnerungen können den Fuchsbau ruhig verlassen:

Vererbtes erzählt Geschichte(n)

“Der Patenonkel meines Jüngsten hat uns mal eine Kiste Spielzeug aus seiner Kindheit mitgebracht. Wir sind etwa ein gleicher Jahrgang und beim Kramen in der Kiste kamen so viele Erinnerungen an mein eigenes Kinderspielzeug hoch. Meine Mutter hat noch ein paar Kinderbücher von mir, zeitlose Klassiker. Wenn ich die meinen Kindern vorlese, fühle ich mich auch zurück versetzt und meinen Kindern auf einer emotionalen Ebene noch viel näher - weil ich mich an all die Gefühle und Erlebnisse erinnere, die mich in dem Alter beschäftigten.”

“Bei uns gibt es noch viele Möbel von Oma und Onkel. Ein Fernsehschrank aus Paletten.  Eichenbalken aus unserem Haus als Klopapierhalter. Geschirr und mein heißgeliebtes Brotmesser von meiner Oma. Aus einer Gartenharke haben wir ein Schlüsselbrett gemacht. Wir lieben es, alten Sachen neues Leben zu geben.”

“Wenn ich durch unser Haus gehe, gibt es zu fast allen Möbeln oder Geräten eine kleine Geschichte. Und irgendwie ploppen die immer kurz in meinem Hinterkopf auf. Vieles haben wir gebraucht von Freund_innen übernommen und so denke ich jedesmal, wenn ich am Wohnzimmerregal vorbei gehe, ganz kurz nur, an diese Freundin, die es mir damals bei ihrem Umzug vermacht hat. Das Gleiche geschieht mit den anderen Möbeln. Vermutlich passt bei uns nicht alles schön zusammen, aber es fühlt sich oft  so an, als wären die Personen, von denen wir die Gegenstände haben, in unserem Haus.”

“Ich habe einige Erbstücke von der Oma in der Küche. Ein altes Wiegemesser, das man schleifen kann. Einen Dosenstecher für die Milchdose. Sowas bekommt man heute gar nicht mehr. Ein Glasdeckelöffner zum hebeln. Mein Stubenwagen, in dem ich als Baby schlief, steht jetzt auf dem Dachboden meiner Schwester. Da lagen meine Kinder und die Nichte drin. Vielleicht später auch mal meine Enkelkinder”

“Mein Opa war gelernter Buchdrucker und sein erster eigener Setzkasten (eine Schublade) wird im Kinderzimmer, jetzt an der Wand, für kleine Schätze, Figuren und so genutzt.”

“Ich glaube, ich kann an einer Hand abzählen, wieviele wirklich neu gekaufte Möbelstücke wir haben, ansonsten Erbstücke und gebraucht Gekauftes. Unser Sohn schaukelt auf dem alten Schaukelpferd meines Mannes und fährt auf dem alten Dreirad von mir. Zu Weihnachten bekommt er meinen alten Kinderkochherd - momentan in der Aufarbeitung durch meine Mama.”

“Als meine Großeltern ins Altersheim mussten, habe ich ein einziges Möbelstück, einen alten Grundig Konzertschrank mitgenommen, ihn weiß gestrichen und den Innenraum (ursprünglich für den Plattenspieler gedacht) für kleinere Vasen und meine Bastelsachen umfunktioniert. Der Radiosound ist der Hammer (... immer noch!) und eine ewige Kindheitserinnerung!”

“Wir verwenden das alte Waschbecken von dem Haus, das wir vor fünf Jahren übernommen haben, die damalige Küchenuhr und natürlich das alte schrullige Porzellan sowie hunderte von Einmachgläsern. Letztere werden, mit einem Schubladenknauf aufgehübscht, als Vorratsgläser weiter verwendet.”

Aus Müll mach Möbel (und andere tolle Dinge)

“Wir haben ziemlich viel aus altem Holz aus dem Garten gebastelt. 

Und als wir umgezogen sind, haben wir uns entschieden lieber unsere alte, einfache Küche etwas aufzuarbeiten, statt eine neue zu kaufen, da grundsätzlich alles noch gut funktioniert hat.”

“Leider wurde Straßen-Spermüll fast überall abgeschafft. Denn Möbel-Sperrmüll-Funden neues Leben einzuhauchen, ist eigentlich ganz einfach: schleifen, streichen, neu überziehen - So werden aus einem Bistro-Tisch, Schrank, Chaiselongue oder Servierwagen ganz besondere Einzelstücke.”

“Eine ausrangierte Spüle vom Schrott wurde hier letzten Sommer zum heißgeliebten Matschtisch für den Garten umfunktioniert”

Mit Nadel und Faden kleine Einzelstücke schaffen

“Was ich viel mache, ist die abgetragenen oder aus der Mode gekommenen großen Kleidungsstücke von Erwachsenen zu nehmen und daraus Kinderkleidung zu nähen. Das geht total schnell und sieht witzig aus, weil ich die Details wie Hosenbund, Knopf und Taschen direkt dran lasse und nicht verändere, sondern nur den restlichen Schnitt anpasse. So habe ich weniger Arbeit (weil ich möglichst viel von dem ursprünglichen Kleidungsstück nutze) und die Optik ist cool, weil die Proportionen so verschoben sind.”

“Wir feiern Geschenkpapier-freies Weihnachten. Dafür nähe ich aus allerhand Stoffen (z.B. aussortierte Gardinen, hatte sogar noch rote!) Geschenkbeutel - schöne Schleife drum, fertig!”

“Ich sammle von Freund_innen alte Kleidung, oder kaufe alte Sachen und nähe daraus Neues. 

Zum Beispiel ein Tragecover. Das Material ist Loden. Hab da einen alten Damenmantel für 5€ erstanden. 

Aus einem alten Cashmere Herren Pulli habe ich einen Baby Overall genäht.”

 

“Ich hab mir von meiner Oma zeigen lassen, wie man Socken stopft, weil ich meine Wollsocken eine zeitlang immer durchgelaufen habe. Scheinbar hat sich mittlerweile meine Gangart geändert, denn meine Socken bleiben ganz. Dafür kann ich jetzt die meines Freundes stopfen. Außerdem hab ich von Oma nähen gelernt. Wenn sich an meinen Klamotten irgendwo ein Faden aufribbelt oder der Henkel von einem Jutebeutel abgeht, ist das ganz fix wieder repariert.”

“Meine Mama hat mir mal als Geschenk eine Tagesdecke aus alten Kinderklamotten von mir gequiltet. 

Ansonsten sammle ich alte Strumpfhosen mit Laufmaschen und fülle im Herbst mit dem getrockneten Lavendel von meinem Balkon und unserem Garten kleine Duftsäckchen, die ich dann in diverse Schränken lege. Sie sind wie der eingefangene Sommergeruch . 

Alte Handtücher habe ich zerschnitten und nutze sie als wiederverwendbares Küchenpapier.”

“Ich hab bei der Arbeit am Computer immer kalte Hände. Aus alten Socken, die Löcher am Fuß hatten, habe ich dann ganz einfach Handstulpen gemacht: ein kleiner Schnitt in die “Ferse” der Socke für den Daumen, die Zehen ab für den Rest der Finger - und schon habe ich wieder warme Hände.” 

 

Wertschätzung für Altes, Gebrauchtes und Selbstgemachtes

Dass es ganz sicher gute Gründe gibt, Dinge auch neu zu kaufen, ist unbestritten. Ein Computer aus dem Jahr 2005 erfüllt vermutlich nicht mehr unsere Bedingungen und auch das erste neu erworbene Möbelstück kann mit starken Emotionen und Erinnerungen verbunden sein. Vielleicht geht es weniger um das Alter der Dinge, als um den Wert, den wir ihnen beimessen:

“Seit ich (fast) nur noch Lieblingsdinge habe, bin ich allgemein viel motivierter, sie zu reparieren statt sie einfach zu ersetzen. 

Meine Mama hat mir zum Beispiel einen handgemachten Kaffeebecher vom Töpfermarkt geschenkt. Wenn der irgendwann mal einen Sprung bekommt, möchte ich gerne Kintsugi ausprobieren - eine japanische Reparaturtechnik, bei der kaputtes Geschirr mit Goldleim geklebt wird und dadurch noch viel individueller und wertvoller wird.”

Welche Gegenstände wurden bei euch von Generation zu Generation, von Freund_in zu Freund_in weiter gegeben, aufbereitet oder repariert? Welche Dinge erzählen euch Geschichten von früher oder anderswo?

Run wild! Anna, Ran & Team Wildling

 

Jeden Adventssonntag stellen wir auf dem Blog einen unserer Werte vor. Diesen Sonntag den Wert: Ökologische Verantwortung übernehmen.

Wir alle lieben unsere Wildlinge und hegen und pflegen sie, damit sie uns so lange wie möglich durch den Alltag begleiten.
Doch was ist mit all den anderen Dingen, die uns täglich umgeben? Wenn sich am Lieblingsteddy plötzlich eine Naht löst oder die von Oma selbstgestrickten Socken langsam Löcher bekommen, müssen sie nicht zwangsläufig im Müll landen.

“Ökologische Verantwortung”, das klingt so schwer wie das alte Lexikon im Regal unserer Großeltern. 24 Bände. Kann man die alle auf einmal tragen? Wohl kaum. Den Inhalt auswendig lernen und sich merken? Unwahrscheinlich. Aber sich immer mal wieder einen Band raussuchen, darin stöbern, sich interessante Fakten merken, sich über Kurioses wundern, es anderen vorlesen ... das kann eine abendfüllende Beschäftigung sein. 

Was ist, wenn wir einmal einen der  24 Bände der Lexikonreihe “Ökologische Verantwortung” aus dem Regal nehmen und ihn genauer betrachten, etwas stöbern, schmunzeln und uns vom Inhalt inspirieren lassen? Diesmal haben wir im Team Wildling den Band “Aus alt mach neu” aus dem Regal gezogen. 

Als wir nach Beispielen fragten, für ein Wiederverwenden von Altem, für ein Erneuern und Aufhübschen von Gebrauchtem, da kam viel mehr zusammen, als nur eine Sammlung von Anleitungen, wie man aus Eisstielen Weihnachtssterne bastelt. Es kam ein toller Mix aus Ideen, Anekdoten, Erinnerungen und Geschichten zusammen. Nicht alle sind dafür gemacht, mit der ganzen Welt geteilt zu werden, aber ein paar Ideen und Erinnerungen können den Fuchsbau ruhig verlassen:

Vererbtes erzählt Geschichte(n)

“Der Patenonkel meines Jüngsten hat uns mal eine Kiste Spielzeug aus seiner Kindheit mitgebracht. Wir sind etwa ein gleicher Jahrgang und beim Kramen in der Kiste kamen so viele Erinnerungen an mein eigenes Kinderspielzeug hoch. Meine Mutter hat noch ein paar Kinderbücher von mir, zeitlose Klassiker. Wenn ich die meinen Kindern vorlese, fühle ich mich auch zurück versetzt und meinen Kindern auf einer emotionalen Ebene noch viel näher - weil ich mich an all die Gefühle und Erlebnisse erinnere, die mich in dem Alter beschäftigten.”

“Bei uns gibt es noch viele Möbel von Oma und Onkel. Ein Fernsehschrank aus Paletten.  Eichenbalken aus unserem Haus als Klopapierhalter. Geschirr und mein heißgeliebtes Brotmesser von meiner Oma. Aus einer Gartenharke haben wir ein Schlüsselbrett gemacht. Wir lieben es, alten Sachen neues Leben zu geben.”

“Wenn ich durch unser Haus gehe, gibt es zu fast allen Möbeln oder Geräten eine kleine Geschichte. Und irgendwie ploppen die immer kurz in meinem Hinterkopf auf. Vieles haben wir gebraucht von Freund_innen übernommen und so denke ich jedesmal, wenn ich am Wohnzimmerregal vorbei gehe, ganz kurz nur, an diese Freundin, die es mir damals bei ihrem Umzug vermacht hat. Das Gleiche geschieht mit den anderen Möbeln. Vermutlich passt bei uns nicht alles schön zusammen, aber es fühlt sich oft  so an, als wären die Personen, von denen wir die Gegenstände haben, in unserem Haus.”

“Ich habe einige Erbstücke von der Oma in der Küche. Ein altes Wiegemesser, das man schleifen kann. Einen Dosenstecher für die Milchdose. Sowas bekommt man heute gar nicht mehr. Ein Glasdeckelöffner zum hebeln. Mein Stubenwagen, in dem ich als Baby schlief, steht jetzt auf dem Dachboden meiner Schwester. Da lagen meine Kinder und die Nichte drin. Vielleicht später auch mal meine Enkelkinder”

“Mein Opa war gelernter Buchdrucker und sein erster eigener Setzkasten (eine Schublade) wird im Kinderzimmer, jetzt an der Wand, für kleine Schätze, Figuren und so genutzt.”

“Ich glaube, ich kann an einer Hand abzählen, wieviele wirklich neu gekaufte Möbelstücke wir haben, ansonsten Erbstücke und gebraucht Gekauftes. Unser Sohn schaukelt auf dem alten Schaukelpferd meines Mannes und fährt auf dem alten Dreirad von mir. Zu Weihnachten bekommt er meinen alten Kinderkochherd - momentan in der Aufarbeitung durch meine Mama.”

“Als meine Großeltern ins Altersheim mussten, habe ich ein einziges Möbelstück, einen alten Grundig Konzertschrank mitgenommen, ihn weiß gestrichen und den Innenraum (ursprünglich für den Plattenspieler gedacht) für kleinere Vasen und meine Bastelsachen umfunktioniert. Der Radiosound ist der Hammer (... immer noch!) und eine ewige Kindheitserinnerung!”

“Wir verwenden das alte Waschbecken von dem Haus, das wir vor fünf Jahren übernommen haben, die damalige Küchenuhr und natürlich das alte schrullige Porzellan sowie hunderte von Einmachgläsern. Letztere werden, mit einem Schubladenknauf aufgehübscht, als Vorratsgläser weiter verwendet.”

Aus Müll mach Möbel (und andere tolle Dinge)

“Wir haben ziemlich viel aus altem Holz aus dem Garten gebastelt. 

Und als wir umgezogen sind, haben wir uns entschieden lieber unsere alte, einfache Küche etwas aufzuarbeiten, statt eine neue zu kaufen, da grundsätzlich alles noch gut funktioniert hat.”

“Leider wurde Straßen-Spermüll fast überall abgeschafft. Denn Möbel-Sperrmüll-Funden neues Leben einzuhauchen, ist eigentlich ganz einfach: schleifen, streichen, neu überziehen - So werden aus einem Bistro-Tisch, Schrank, Chaiselongue oder Servierwagen ganz besondere Einzelstücke.”

“Eine ausrangierte Spüle vom Schrott wurde hier letzten Sommer zum heißgeliebten Matschtisch für den Garten umfunktioniert”

Mit Nadel und Faden kleine Einzelstücke schaffen

“Was ich viel mache, ist die abgetragenen oder aus der Mode gekommenen großen Kleidungsstücke von Erwachsenen zu nehmen und daraus Kinderkleidung zu nähen. Das geht total schnell und sieht witzig aus, weil ich die Details wie Hosenbund, Knopf und Taschen direkt dran lasse und nicht verändere, sondern nur den restlichen Schnitt anpasse. So habe ich weniger Arbeit (weil ich möglichst viel von dem ursprünglichen Kleidungsstück nutze) und die Optik ist cool, weil die Proportionen so verschoben sind.”

“Wir feiern Geschenkpapier-freies Weihnachten. Dafür nähe ich aus allerhand Stoffen (z.B. aussortierte Gardinen, hatte sogar noch rote!) Geschenkbeutel - schöne Schleife drum, fertig!”

“Ich sammle von Freund_innen alte Kleidung, oder kaufe alte Sachen und nähe daraus Neues. 

Zum Beispiel ein Tragecover. Das Material ist Loden. Hab da einen alten Damenmantel für 5€ erstanden. 

Aus einem alten Cashmere Herren Pulli habe ich einen Baby Overall genäht.”

 

“Ich hab mir von meiner Oma zeigen lassen, wie man Socken stopft, weil ich meine Wollsocken eine zeitlang immer durchgelaufen habe. Scheinbar hat sich mittlerweile meine Gangart geändert, denn meine Socken bleiben ganz. Dafür kann ich jetzt die meines Freundes stopfen. Außerdem hab ich von Oma nähen gelernt. Wenn sich an meinen Klamotten irgendwo ein Faden aufribbelt oder der Henkel von einem Jutebeutel abgeht, ist das ganz fix wieder repariert.”

“Meine Mama hat mir mal als Geschenk eine Tagesdecke aus alten Kinderklamotten von mir gequiltet. 

Ansonsten sammle ich alte Strumpfhosen mit Laufmaschen und fülle im Herbst mit dem getrockneten Lavendel von meinem Balkon und unserem Garten kleine Duftsäckchen, die ich dann in diverse Schränken lege. Sie sind wie der eingefangene Sommergeruch . 

Alte Handtücher habe ich zerschnitten und nutze sie als wiederverwendbares Küchenpapier.”

“Ich hab bei der Arbeit am Computer immer kalte Hände. Aus alten Socken, die Löcher am Fuß hatten, habe ich dann ganz einfach Handstulpen gemacht: ein kleiner Schnitt in die “Ferse” der Socke für den Daumen, die Zehen ab für den Rest der Finger - und schon habe ich wieder warme Hände.” 

 

Wertschätzung für Altes, Gebrauchtes und Selbstgemachtes

Dass es ganz sicher gute Gründe gibt, Dinge auch neu zu kaufen, ist unbestritten. Ein Computer aus dem Jahr 2005 erfüllt vermutlich nicht mehr unsere Bedingungen und auch das erste neu erworbene Möbelstück kann mit starken Emotionen und Erinnerungen verbunden sein. Vielleicht geht es weniger um das Alter der Dinge, als um den Wert, den wir ihnen beimessen:

“Seit ich (fast) nur noch Lieblingsdinge habe, bin ich allgemein viel motivierter, sie zu reparieren statt sie einfach zu ersetzen. 

Meine Mama hat mir zum Beispiel einen handgemachten Kaffeebecher vom Töpfermarkt geschenkt. Wenn der irgendwann mal einen Sprung bekommt, möchte ich gerne Kintsugi ausprobieren - eine japanische Reparaturtechnik, bei der kaputtes Geschirr mit Goldleim geklebt wird und dadurch noch viel individueller und wertvoller wird.”

Welche Gegenstände wurden bei euch von Generation zu Generation, von Freund_in zu Freund_in weiter gegeben, aufbereitet oder repariert? Welche Dinge erzählen euch Geschichten von früher oder anderswo?

Run wild! Anna, Ran & Team Wildling