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Fünf Jahre bei Wildling

2020 wird Wildling fünf Jahre alt. Fünf wilde Jahre, in denen unvorstellbar viel passiert ist, in denen Wildling von einer Idee zu einem Unternehmen mit inzwischen über 120 Mitarbeiter_innen wurde. Ein Rudelmitglied, das von Beginn an dabei ist, ist Sarah. Sie nimmt uns heute mit in diese wunderbar spannende Anfangszeit:

Ich stehe auf der Treppe vor Anna und Rans Haus. Neben mir mein Mann, der später der Lagerdachs sein wird, meine Kinder hüpfen mit anderen Kindern im Garten herum. Alle werden Teil der Wildling Familie sein, das wissen wir nur da noch nicht. 

Sarah ist nicht nur eins der ersten Rudelmitglieder, sondern auch eines der ersten Models aus den Kampagnenshootings.

Anna und ich haben uns nach einer gemeinsamen Schulzeit und einigen Jahren, in denen wir keinen Kontakt hatten, wiedergefunden. 

Die Sonne scheint und mit dem von Ran eigens gebrautem, besonderen Kaffee in der Hand, bekommen wir die ersten Stoffproben und das Design gezeigt, von dem Schuh, der alles verändern sollte. 

Wir hören die Geschichte, die Idee dahinter, lassen uns mitreißen. Direkt macht sich ein Gefühl breit, welches nicht so einfach zu beschreiben ist. 

Kennt ihr das, wenn man weiß, das wird was? ... und nicht nur, weil das Gegenüber eine gute Geschichtenerzählerin ist. 

Denn Anna und Ran reißen einen mit, sind begeisterungsfähig, willensstark, visionär und ein bisschen crazy ... Bei den Schuhen (damals hatten sie noch keinen Namen) war es direkt da, dieses Gefühl.

Und das ist nun fast mehr als 5 Jahre her ...

So richtig ernst wurde es erst, als ich dann ein paar Monate später von Anna gefragt wurde: “Hey, hast du nicht Lust ein bisschen Kundenservice zu machen?”... Haha ... Ich muss heute noch über das “bisschen” lachen ... aber ja, ich hatte Lust. 

Man kann schwer beschreiben, wie es damals gelaufen ist: 

Wir haben “einfach” mal gemacht und ich glaube, das macht den Unterschied zu vielen  anderen Unternehmen.

Es gab nicht den Masterplan, wie wir jetzt den Kundenservice aufbauen, welche Tools wir nutzen, das alles ist im Alltag gewachsen, learning by doing. Wir haben ausprobiert, was für uns funktioniert und vor allem, was für die Kund_innen funktioniert. Es gab keine klassische Einarbeitung oder großartige Briefings ... uns wurde nichts von oben herab übergestülpt. 

Das große Vertrauen, welches Anna und Ran uns mit einer Selbstverständlichkeit entgegengebracht haben, das ist besonders und war immer da.

Was von Anfang an völlig klar war, das Ziel, die Vision, ohne sie niederzuschreiben, zu besprechen:

Die Kund_innen stehen an erster Stelle, wir wollen eine besondere Bindung herstellen.  Mitarbeiter_innen ... na, die arbeiten natürlich von zuhause aus. “New Work” als Begrifflichkeit war noch gar nicht geboren, aber wir lebten es schon. Mitarbeiter_innen sind sowas wie eine Familie, keine willenlosen Angestellten.

Das war von Beginn an für alle klar und selbstverständlich, es war und ist unsere Antriebsfeder, die uns in unseren Entscheidungen leitet. Der Idee von Anna und Ran zu folgen und sie zu unterstützen war damit so leicht.

Vielleicht war das auch damals der Grund, warum Anna mich gefragt hat? Weil es eine unausgesprochene Einheit darüber gab?

Vielleicht auch, weil man für diesen Job Spontanität, schnelle Auffassungsgabe und zehn Arme zum Anpacken brauchte, keine Angst vor neuen Aufgaben haben durfte: man wurde liebevoll reingeschubst, musste losschwimmen und so war da ganz viel Intuition und der Glaube an die Sache.

Wir brannten für die Idee, für die Vision eines besseren Schuhs und darum baute sich alles auf. 

Ja, wir haben auch Rückschläge erlebt, es gab Tränen und auch Verzweiflung, Reibung, denn nicht immer war und ist man einer Meinung. Aber Reibung gibt ja bekanntlich auch Energie.

Wir hatten viele lustige Zeiten. Darin kommt sogar ein rosa Bademantel vor, Sit Ins bei Anna zuhause für die Namensfindung der Schuhe, obwohl der Tag schon lang war und es ein wenig in Albernheiten abdriftete. Senkeldramen, falsch gesetzte Nähte, feststeckende LKW. Geschichten, die so verrückt sind, dass man sie sich nicht ausdenken kann. Und wenn wir nicht mehr weiter wussten, dann haben wir versucht, es mit Humor zu nehmen, einmal drüber geschlafen und mit frischem Kopf neue Ideen und Lösungen entwickelt. 

Diese Anfangszeit werde ich nie vergessen, meine Arbeit im Kundenservice, Schuhe bei uns im Keller. Erst wenige Kisten, dann wurden es immer mehr und schließlich stapelten sie sich auch auf der Treppe und im Hausflur.

Ich habe viele besondere Menschen kennenlernen dürfen, aus denen Gefährt_innen und Kumpel wurden. Auch bestimmte Kund_innen, deren Namen und Geschichten ich auch heute noch weiß, bleiben unvergesslich. Die unfassbare Treue der Kund_innen, die Dankbarkeit für eine besondere Geste, für ein nettes Wort, fürs Verständnis, für ein um die Ecke Denken. Ich glaube, dies alles lebt auch heute noch an allen Stellen bei Wildling weiter.

Diese Momente, die sich so nicht wiederholen werden, bleiben immer im Herzen. Sie erinnern an eine besondere Zeit, an eine kleine Verschwörung, in einer selbstgebauten Bude im Wald sitzend und Kekse knabbernd, die Welt verändern.

Es ist ein wenig, wie sich an seine Kindheit zu erinnern, an Momente die bleiben, die die negativen Erlebnisse verblassen lassen. 

Ich habe viel gelernt über mich selbst, über meine Grenzen, über meine Fähigkeiten, über Menschen und Zwischenmenschlichkeit. 

Wir haben mit Wildling eine Chance bekommen, ich glaube aber auch Wildling hat ein bisschen was von uns bekommen.

Die Wehmut, dass es nie wieder so sein wird, wie am Anfang, ja, die gibt es. Es hat sich eine Menge verändert, Menschen, die sehr nah waren, sind weiter weggerückt, Ideen haben sich entwickelt, Bedingungen verändert, Wildling ist gewachsen.

Aber egal wohin es geht, meine eigene Reise oder die von Wildling, die Werte, die ganz am Anfang gesät wurden, die behalte ich im Herzen. Die sind geblieben. Dann ist es egal wie groß, wie anders alles ist, das ist es, was mir Energie gibt, diese Werte zu leben, weiterzugeben. 

Auch wenn ich jetzt nicht mehr im Kundenservice bin, sondern auf die große Wildling Familie aufpassen und sie unterstützen darf, für die unser großartiges Team People & Culture und ich um die Ecke denken dürfen und Fünfe grade sein lassen können. 

Mögen die nächsten fünf Jahre bei Wildling genau so wild und bunt sein, wie die letzten!

Wir sammeln weiter diese Momente, bewahren sie auf und holen sie zwischendurch wieder hervor, um zu sehen, was wir alles schaffen, erleben dürfen.

Die Gemeinschaft, das Gefühl, als eine Familie mit sisters and brothers from another mother zusammen Wildling weiter wachsen zu lassen, das geht doch viel besser mit ganz, ganz vielen besonderen Menschen.

Be wild, be you! Eure Sarah

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