Gut Peetzig - Raum für Biodiversität

Gar nicht weit von der deutschen Hauptstadt entfernt liegt die Uckermark, eine Landschaft, die von zahlreichen kleinen Seen, alten Wassermühlen und Naturschutzgebieten geprägt ist. Hier befindet sich auch das über 150 Jahre alte Gut Peetzig, mit dem Wildling eine ganz besondere Partnerschaft pflegt.

Die zweite Chance

In der uckermärkischen Seenlandschaft werden viele Flächen landwirtschaftlich genutzt - so auch auf Gut Peetzig. Da seine Ackerflächen allerdings so unfruchtbar waren, dass sich die Bewirtschaftung irgendwann nicht mehr lohnte, wurde es 1987 aufgegeben und lag mehrere Jahre lang brach.

In Filmen und Büchern ist das meist der Zeitpunkt, an dem mutige Menschen, die irgendwie ein bisschen anders denken als ihre Vorgänger:innen, die Szenerie betreten und die Situation noch einmal herumreißen. Und so war es auch in diesem Fall. Die mutigen Menschen heißen in diesem Fall Heike und Ulf und ihre Idee war es, den Hof biologisch-dynamisch zu bewirtschaften.

Wildling Minimalschuhe

Foto: Wildling Shoes/Sarah Pabst

Bio...was?!

Das Konzept der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ist nicht neu, hat aber im Laufe der Zeit an Bedeutung verloren, da mit der intensiven, konventionellen Landwirtschaft mehr Erträge erzielt werden konnten. Zumindest für einen gewissen Zeitraum, denn diese Form der Bewirtschaftung laugt die Böden extrem stark aus. Dadurch können teilweise nur noch bestimmte Pflanzen auf ihnen wachsen und die Behandlung mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln gefährdet zusätzlich den Insektenbestand - zum Beispiel den der Bienen.

Auf Gut Peetzig sieht das anders aus. Hier werden Pflanzen mit verschiedenen Ansprüchen und Nährstoffvorlieben im Wechsel angebaut. Durch diese sogenannte Fruchtfolge wird die Bodenfruchtbarkeit auf natürliche Weise erhalten beziehungsweise sogar erhöht.
Unterstützung erhalten Heike und Ulf dabei von einer Herde Galloway-Rinder, die mit dem Acker eine Art Tauschgeschäft eingehen: frisches Futter gegen Mist für dessen Düngung. So entsteht ein geschlossener Kreislauf.

Wildling Minimalschuhe

Foto: Wildling Shoes/Sarah Pabst - Ulf mit Wasserbüffel

Auf dem Gut finden sich außerdem mehrere Obstbaumwiesen und Windschutzhecken, die Lebensraum für verschiedene Tier- und Wildpflanzenarten bieten und dadurch zur Biodiversität beitragen.

Ein gemeinsames Ziel

Mit unseren gemeinsamen Werten, Zielen und Vorstellungen für eine nachhaltige Zukunft war es also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Wildling und Gut Peetzig aufeinander treffen sollten. Vielleicht erinnerst du dich ja noch an unser sommerliches Interview mit der Schauspielerin Maria Simon? - Das hat auf dem Gut in der Uckermark stattgefunden!
Und auch produkttechnisch arbeiten wir inzwischen eng zusammen: Wir testen aktuell mit Heike und Ulf, inwieweit sich das Hanfstroh vom Gut für Wildlinge eignet.
Unser neuestes gemeinsames Projekt ist eine Blühwiese für Bienen und andere bestäubende Insekten, zu der es bald weitere Infos geben wird. Noch ein Grund mehr, sich auf die wärmeren Monate zu freuen.

Wildling Minimalschuhe

Foto: Wildling Shoes/Sarah Pabst

Über Gut Peetzig haben wir auch BioBoden kennengelernt, eine Genossenschaft, die den biologischen Landbau fördert und Landwirt:innen entsprechend unterstützt. BioBoden ist alleiniger Verpächter der von Heike und Ulf für die Landwirtschaft genutzten Flächen. Dadurch wird sichergestellt, dass die beiden ihr Land (oder Teile davon) nicht plötzlich verlieren, was bei “normalen” Pachtverträgen mit mehreren Parteien durchaus einmal passieren kann.

Das bedeutet also, dass wir hoffentlich noch sehr, sehr lange mit Gut Peetzig zusammenarbeiten und unsere gemeinsamen Zukunftsvisionen umsetzen können.

Artenvielfalt in einem Wildling

Das klingt ganz nach einem Happy End für unsere Buchverfilmung, oder? Wir wollen aber gar nicht, dass die Geschichte jetzt schon endet, sondern freuen uns vielmehr auf alles, was sich daraus noch entwickelt.

Wildling Minimalschuh Eden

Foto: @_wildundwunderbar_


Das Produktteam hat es sich trotzdem nicht nehmen lassen, die bisherigen Entwicklungen zu feiern und dem Thema Biodiversität einen eigenen Wildling zu widmen. In der neuen Frühjahrs-/Sommerkollektion 2021 finden wir deshalb mit dem Eden eine Hommage an die Artenvielfalt.
Sein Kaleidoskop-Print aus Orchideen, Pilzen, Kohlblättern und Schmetterlingen sowie der speziell bedruckte Karton, in dem er in seinem neuen Zuhause anreist, erinnern uns daran, wie wichtig jedes einzelne Lebewesen für unser Ökosystem Erde ist.

 

Titelbild: Wildling Shoes/Sarah Pabst

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