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10 Gründe, warum wir Minimalschuhe lieben

Minimalschuhe erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder: Sie stärken den Bewegungsapparat, sind in der Lage, deine Haltung nachhaltig zu verbessern und lindern häufig sogar Schmerzen. Aus diesen zehn Gründen lieben wir sie ganz besonders:

1. Freiheit für die Füße

98 Prozent aller Kinder kommen mit gesunden Füßen zur Welt. Im Laufe unseres Lebens quetschen wir sie dann in Schuhe, die falsch konzipiert sind, oder schlicht nicht passen. Dicke Sohlen, zu schmale Zehenbereiche und hohe Absätze verformen die Zehen und engen die Füße ein. Wer sich auf Minimalschuhe einlässt, gibt den Füßen das, was sie sich wünschen: Freiheit. 

Die meisten herkömmlichen Schuhe laufen vorne spitz zu. Das gilt sogar für Sportschuhe. Stellen wir uns mal folgende Frage: Welche Form müsste ein Fuß haben, um da wirklich rein zu passen? Minimalschuhe, wie zum Beispiel Wildlinge, haben eine natürliche Grundform, die auf einer anatomischen Fußform basiert. Sie sperren die Füße nicht ein. Ganz im Gegenteil: Man kann in ihnen sogar mit deinen Zehen wackeln!

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In diesen Schuhen kann man mit den Zehen wackeln! Was für eine Freude! Foto: Urnaturaen

2. Die Füße stärken

Das Laufen in Minimalschuhen stärkt nach und nach die Fußmuskulatur, die bei vielen Menschen durch das Tragen herkömmlicher Schuhe nur rudimentär ausgebildet ist. Die Zehen werden beweglicher und es fühlt sich einfach freier an. Achtung: Falls sich in den ersten Tagen ein Muskelkater meldet, ist das kein Grund zur Sorge. Er ist ein Zeichen dafür, das Muskeln aktiviert werden, die lange Zeit nicht benutzt wurden und wird bald nachlassen.

Nach einiger Zeit wird sich außerdem vielleicht das Gefühl einstellen, dass die eigenen Füße insgesamt etwas breiter, merklich kräftiger und muskulöser werden. Das hat damit zu tun, dass die Zehenstellung sich nach und nach normalisiert und das Fußgewölbe sich ausdehnt.

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Gemeinsam in Wildlingen ein Abenteuer erleben. Foto: Travel Owls

3. Natürlichere Bewegungen

In herkömmlichen Schuhen sind die Füße zusätzlich gepolstert und gefedert. Absätze und Sohlen dämpfen jeden Schritt und sollen die Füße und Gelenke vor Stößen schützen. Dabei ist das eigentlich gar nicht nötig. Wer längere Zeit in Minimalschuhen oder sogar ohne Schuhe durchs Leben geht, wird das sicher merken.

Die Bögen der Füße können die Stoßdämpfung prima selbst übernehmen. Eine zusätzliche Dämpfung unterdrückt diese Wirkung nur. Aus diesem Grund wird bei der Herstellung von Minimalschuhen auch komplett auf ein Fußbett verzichtet.

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Ganz natürlich und ohne Dämpfung. Foto: Sandra Dienemann

4. Wege bewusster gehen

In Minimalschuhen befinden wir uns in direkter Verbindung zu dem Untergrund, über den wir gehen. Im Laufe der Zeit werden unsere Bewegungen deshalb viel bewusster. Plötzlich sind wir dazu in der Lage, kleine Höhenunterschiede zu erspüren und nehmen verschiedene Böden unterschiedlich wahr. Ein Spaziergang am Strand ist eben etwas ganz anderes, als ein kurzer Spurt zur U-Bahn am Morgen - und das ist auch gut so!

Auch, wer sich zu Anfang noch über das nicht vorhandene Fußbett wundert, wird du es schon nach kurzer Zeit nicht mehr vermissen. Ganz im Gegenteil: Wer bewusster geht und den Boden unter seinen Füßen spürt, hat seltener einen Grund durch den Alltag zu hetzen! Vor spitzen Gegenständen und Schmutz sind die Füße natürlich auch in Minimalschuhen sicher.

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Foto: Sandra Dienemann

5. Verbesserte Haltung

Der Körper ist von Natur aus einfach perfekt. Man kann ihn sich am besten wie eine Sprungfeder vorstellen, die Anatomie fungiert dabei als Stoßdämpfer. Diese ganz natürliche Funktion unterdrücken wir durch das Tragen handelsüblicher Schuhe permanent. Durch den Absatz kommt es zu einer Verringerung der Spannung auf der Achillessehne und die Füße haben viel weniger Energie zum Abstoßen zur Verfügung, als die Natur das vorgesehen hat.

Wenn wir auf dicke Gummisohlen und Absätze verzichten, verbessern wir also nicht nur automatisch das eigene Gehverhalten, sondern auch die Haltung. Der Rücken nimmt eine geradere Position ein und auch das Becken kehrt nach und nach in seine natürliche Stellung zurück.

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Foto: Wildling Shoes/Sandra Chiolo

6. Dem Rücken geht es besser

Wer seine Haltung verbessert, tut etwas für seinen Rücken. Wer möchte das in der heutigen Zeit nicht? Durch immer mehr Schreibtischjobs gibt es immer mehr Menschen, die über Rückenschmerzen oder sogar bereits in jungen Jahren über Haltungsschäden klagen. 

Schwere, stark gepolsterte oder hohe Schuhe sind nicht gerade Rücken schonend. Das sieht bei leichten Minimalschuhen komplett anders aus: Durch die Stärkung der Achillessehne und das gleichzeitige Trainieren der Sehnenplatte in der Fußsohle wird die Wirbelsäule entlastet und es kommt seltener zu Rückenproblemen. Verspannungen lassen nach.

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Foto: Maria Herzog

7. Die Durchblutung wird angeregt

Beim Gehen oder Laufen mit Minimalschuhen tun wir nicht nur etwas für unsere Haltung und die Gesundheit der Füße. Auch die Blutzirkulation wird verbessert und kalte Füße deshalb seltener. Das liegt daran, dass die Füße nicht eingeengt werden und durch die Nähe zum Boden gleichzeitig fast permanent eine Massage erhalten. Das klingt gut, oder?

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Foto: Wildling Shoes

8. Stärkeres Gleichgewicht

Durch die neue, gesunde Haltung und die natürliche Gangart wird gleichzeitig unser Gleichgewicht gestärkt. Das ist auch gar nicht verwunderlich: Wer jeden Zentimeter seiner Fußunterseite bewusst wahrnimmt, lernt nach und nach, seinen Körper besser auszubalancieren. Ausprobieren lässt sich das ganz einfach mit einer Slackline. Mit herkömmlichen Turnschuhen ist es wesentlich kniffliger, darüber zu balancieren als barfuß. 

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Foto: Wildling Shoes/Sandra Chiolo

9. Aktiver leben

Wer sich ein Paar Barfußschuhe kauft, wird nicht automatisch Marathonläufer:in. Natürlich ist so ein besonderes sportliches Ziel klasse, doch man wird auch so automatisch aktiver: Neben den Füßen und dem Rücken werden auch die Waden sowie die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur gestärkt.

Wer häufiger Schmerzen im unteren Rücken hat, findet hier einen besonders großen Vorteil: Wenn die inneren Oberschenkelmuskeln und die Pomuskeln stärker werden und ihr natürliches Zusammenspiel aufnehmen, wirkt sich das positiv auf die Bauchmuskulatur und die Lendenwirbelsäule aus und die Rückenschmerzen lassen mit der Zeit nach.

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Foto: Wildling Shoes/Sandra Chiolo

10. Immer einen Schritt voraus

Wer Minimalschuhe trägt, ist nicht nur deshalb einen Schritt voraus, weil auf modernes und innovatives Schuhwerk gesetzt wird, das die eigene Gesundheit verbessern kann. Nein, das ist durchaus wörtlich gemeint! Wer barfuß oder in Minimalschuhen läuft oder geht, macht nachweislich mehr Schritte, als Menschen in herkömmlichen Schuhen! Die Schrittlänge verkleinert sich, während sich die Schrittfrequenz steigert. Ergo: Wir sind permanent sportlich unterwegs, verbrennen mehr Kalorien als früher und haben abends ein paar Schritte mehr auf dem Schrittzähler.

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Foto: Wildling Shoes/Sandra Chiolo

 

Titelbild: Wildling Shoes/Sandra Chiolo